Revolution

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Nach aus deutscher Sicht durchaus günstiger Kriegslage im Frühjahr 1918 zeichnet sich im Herbst immer mehr ab, das an der kriegsentscheidenden Westfront eine Niederlage nicht mehr abzuwenden ist. Während die Reichsregierung unter Kanzler Max von Baden unter Vermittlung des US-Präsidenten Wilson Bedingungen für einen Waffenstillstandsabkommen aushandelt, plant die Seekriegsleitung (SKL) und das Kommando der Hochseeflotte (KdH) einen letzten Vorstoß gegen die englische Küste und Entscheidungskampf gegen die Royal Navy. Ende Oktober wird praktisch die gesamte Hochseeflotte in und vor Wilhelmshaven zusammengezogen. Trotz strengster Geheimhaltung - selbst die Schiffskommandeure sollen erst nach dem Auslaufen auf bereits hoher See den genauen Operationsbefehl erhalten - kursiert unter den Mannschaften bald das Gerücht über eine bevorstehende "Todesfahrt". Am 29.10. ergeht der Befehl zum Auslaufen am kommenden Tag. In den Abendstunden kommt es auf mehreren Schiffen zu Befehlsverweigerungen und Sabotageakten. Der Flottenvorstoß wird abgeblasen, jedoch werden auch mehrere hundert Matrosen festgenommen. In Wilhelmshaven und Rüstringen kehrt zunächst relative Ruhe ein. Das III. Geschwader wird in den Heimathafen Kiel zurück beordert, auf "Markgraf" werden noch während des Rückmarsches weitere 48 Mannschaften verhaftet. Kurz nach Ankunft des Geschwaders in Kiel weitet sich die Meuterei zur Revolution aus, die schon bald auch Wilhelmshaven-Rüstringen und im weiteren Verlauf das gesamte Deutsche Reich erfasst.

 

ab 25.10.: Hochseeflotte sammelt sich in der Jademündung, auch eigentlich nicht einsatzbereite Schiffe wie Pillau, Kaiser und Königsberg (allesamt Maschinenschaden) machen seeklar.

Flottenstab quartiert sich auf "Baden" ein, Offiziere diverser Schiffe lassen Privatsachen von Bord bringen.

27.10.: Auf diversen Schiffen, "Seydlitz", "Derfflinger", "Von der Tann", "Moltke", "Straßburg" Mannschaften nicht vollzählig. Mannschaften verzögern Ablegen, Feuer unter den Kesseln werden gelöscht, versuchen Flutventile zu öffnen um Schiffe auf Grund zu setzen

28.10. Auf weiteren Schiffen - König, Markgraf, Großer Kurfürst, Friedrich der Große - halten Mannschaften Versammlungen ab und verweigern das Ablegen, 

29.10.: Weitere Schiffsbesatzungen verweigern sich, erklären, lediglich bis zum Minengürtel zu fahren

30.10.: Mannschaften der "Thüringen" und der "Helgoland" verweigern den Befehl Anker zu lichten

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