Baunr. 27: "Schwaben"

Typ:

Klasse:

Kiellegung:

Stapellauf:

Indienststellung:

Verbleib:

Schwesterschiffe:

Linienschiff

Wittelsbach-Klasse

14.11.1900

19.08.1901

13.04.1904

 1921 abgewrackt

"Wittelsbach" ; "Wettin" ; "Zähringen" ; "Mecklenburg" 


Als letztes Schiff der Wittelsbach-Klasse wurde "G" im November 1911 auf Kiel gelegt. Die Taufrede beim bereits ein dreiviertel Jahr später stattfindenden Stapellauf hielt Württembergs König Wilhelm II. (nicht zu verwechseln mit dem Kaiser), Königin Charlotte war Taufpatin.

Bis zur Indienststellung vergingen allerdings noch fast drei Jahre. Dabei gab es Gerangel zwischen dem Flottenchef, Admiral Hans von Koester und dem Staatssekretär des Reichsmarineamtes, Admiral von Tirpitz. Während Koester "Schwaben" für die Aktive Schlachtflotte beanspruchte, wollte Tirpitz den Neubau als Schul- und Übungsschiff einsetzen. Letztlich setzte sich Tirpitz durch und "Schwaben" als Torpedo-versuchsschiff der Inspektion des Torpedowesens zugeteilt.

Mitte Januar 1905 wechselte "Schwaben" zur Inspektion der Schiffsartillerie und löste als Artillerie-Schulschiff die "Mars" ab, einen früheren Neubau der Kaiserlichen Werft Wilhelmshaven.

Wenige Tage nach Deutschlands Eintritt in den Krieg wurde "Schwaben" wieder in Dienst gestellt und dem IV. Geschwader zugeteilt. Sie tat, vornehmlich in der Elbmündung, Dienst im Vorposten- und Sicherungs-dienst, nahm aber auch an Einsätzen in der Ostsee teil, so auch im Unternehmen gegen den Rigaischen Meerbusen zur Unterstützung des Heeres beim Vormarsch auf Riga im August 1915 und bei einem Vorstoß in Richtung Gotland im September.

Als veraltetes Schiff musste "Schwaben" nicht abgeliefert werden und wurde in die Reichsmarine übernommen und reaktiviert. Vom 01.08.1919 bis Mitte Juni 1920 war sie Mutterschiff der Flachgehenden Minenräumboote (FM-Boote) bei der 6. Ostsee-Minensuchhalbflottille. 

Anfang März 1921 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen, wurde "Schwaben" verkauft und noch im selben Jahr abgewrackt.

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