Marine-Intendantur

Ansicht von Südost: im Bildzentrum die Hauptfront an der Peterstraße, rechts der Seitenflügel an der Virchowstraße. Ansichtskarte, Verlag "Verband deutscher Papier- u. Schreibwarenhändler, Gruppe Wilhelmshaven-Rüstringen". Postalische gelaufen 1911
Ansicht von Südost: im Bildzentrum die Hauptfront an der Peterstraße, rechts der Seitenflügel an der Virchowstraße. Ansichtskarte, Verlag "Verband deutscher Papier- u. Schreibwarenhändler, Gruppe Wilhelmshaven-Rüstringen". Postalische gelaufen 1911

In den ersten drei Jahrzehnten war die Intendantur im vormals als provisorische Kaserne genutzten Gebäude östlich neben der Stadtkaserne untergebracht. Spätestens Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts dürfte dieses Provisorium angesichts des stetigen Anwachsens der Garnison den Bedürfnissen der Intendantur nicht mehr genügt haben. 1905 schließlich begann der Bau am neuen Gebäude an der Peter-/Ecke Wallstraße (Virchowstraße), 1906 waren die Baumaßnahmen fürs Erste abgeschlossen. Das Provisorium an der Roonstraße (Rheinstraße) wurde bis zu dessen Abriss im Zuge des Neubaus der 2. Torpedokaserne 1908/09 weiter genutzt. 1910 wurde das neue Gebäude zum Westen hin erweitert und war an seiner Hauptfront an der Peterstraße nun gut 130m lang.

Das Gebäude behielt seinen Zweck als Intendantur bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

Lage der Intendanturen: Links das Provisorium, rechts der Neubau:


Ansicht von Südwest auf die Hauptfront. Im Hintergrund noch zu erkennen vom verdeckte Kirchturm der damaligen 1901 eingeweihten Christuskirche an der Ecke Peter-/Adalberstraße. Ansichtkarte, Verlag Alb. Rosenthal, Bremen. Postalisch gelaufen 1911
Ansicht von Südwest auf die Hauptfront. Im Hintergrund noch zu erkennen vom verdeckte Kirchturm der damaligen 1901 eingeweihten Christuskirche an der Ecke Peter-/Adalberstraße. Ansichtkarte, Verlag Alb. Rosenthal, Bremen. Postalisch gelaufen 1911

Den 2. Weltkrieg hat das Haus mit relativ geringen Schäden überstanden. Beim kulturellen Neuanfang Wilhelmshavens rückte das Gebäude in den Fokus als Standort für ein neues (Stadt-)Theater. Von 1948-1952 schließlich erfolgte der Umbau. Von der Intendantur blieben die dicken Quadersteine erhalten; auf dem ersten Höhendrittel und am Haupteingang Virchowstraße fast unverändert verbaut, prägen sie bis heute das Erscheinungsbild des Theatergebäudes.

Ansicht auf die Hauptfront mit Eingang Peterstraße, rechts der Seitenflügel an der Virchowstraße. Ansichtskarte, Verlag HAKA, WHV - postalisch gelaufen 1953
Ansicht auf die Hauptfront mit Eingang Peterstraße, rechts der Seitenflügel an der Virchowstraße. Ansichtskarte, Verlag HAKA, WHV - postalisch gelaufen 1953

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