Werftdivisionsdenkmal

Das am 17.01.1909 im Kasernement der II. Werftdivision an der Ostfriesenstraße (Hannoversche Straße) eingeweihte Denkmal erinnert unter der Inschrift "Die II. Werftdivision ihren für Kaiser und Reich Gefallenen zum Gedächtnis" u.a. an die Opfer der gesunkenen SMS "Iltis" (1896), SMS "Großer Kurfürst" (1878) und SMS "Gneisenau" (1900), weiter an ein Munitionsunglück auf SMS "Mars" in 1881 und einer Dampfrohrexplosion auf SMS "Brandenburg" 1894 sowie an Divisionsangehörige, die am 29.02.1888 bei einer Untersuchung einer Dhau vor Deutsch-Ostafrika zu Tode kamen. Nachgetragen wurden u.a. Opfer der 1913 verunglückten Marineluftschiffe      L 1 und L 2.

Im Vergleich zu den Seebataillons- und Matrosendivisionsdenkmälern ist das Werftdivisionsdenkmal sehr schlicht gehalten. Ursprünglich stand das Denk-mal selbst auf einen Sockel, bestehend aus einer kreisrunden, frontal geöffneten Mauer und zwei Stufen zum Betreten des Sockels. Zudem befand sich auf dem erhöhten Mittelteil des Querbalkens ein Bronzeadler mit ausgebreiteten Flügeln. Beides ist nicht mehr erhalten.

 

Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde das Denkmal in die Kasernenanlage Mühlenweg versetzt, 1960 in die ab 1939 als Arbeiterlager erbaute Kasernenanlage Ebkeriege, in die am 02.01.1956 die ersten Freiwilligen der neu aufgestellten Bundesmarine einrückten.

Vor einigen Jahren schließlich wurde das Denkmal auf eine Grünfläche im Marinestützpunkt Heppenser Groden versetzt und ist in einem schlechten Zustand. Viele Inschriften im Sandstein sind weitgehend unleserlich.