Kasernement der II. Werftdivision (Graf-Spee-Kaserne)

Ansicht von Westen. Am linken Bildrand die Hafenkaserne, in der Bildmitte der Betriebshafen "Holzmanns Kuhle":

Graf-Spee-Kaserne Wilhelmshaven Alaska

Als Letzte der vier Kasernenkomplexe in "Alaska" wurde 1899 am östlichen Ende der Moltkestraße (Zum Neuen Hafentor) das Kasernemtent der II. Werftdivision fertiggestellt. Im Gegensatz zu den benachbarten wuchtigen Einzelblöcken entstand diese Kaserne in Pavillon-Bauweise; 5 Unterkunftsblöcke für je 180 bis 240 Mann, 1 Stabsgebäude, 1 Exer-zierhaus, 1 Wirtschaftsgebäude und 2 Wohngebäude für Offiziere und verheiratete Unteroffiziere bildeten ein Rechteck, in der Mitte befand sich ein großer Exerzierplatz.

Der ursprüngliche Name verrät bereits, das die Kaserne Angehörige der II. Werft-Division beherbergte.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Kaserne wahrscheinlich zu mindestens teil- und zeitweise als Notunter-kunft und Durchgangslager genutzt. Der Exerzierplatz diente als Fußball- und Sportplatz.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten begann wieder eine ausschließlich militärische Nutzung, u.a. durch die 6. Schiffsstammdivision. In jener Zeit bekam die Kaserne auch ihren neuen Namen, sie hieß fortan Graf-Spee-Kaserne, benannt nach Vizeadmiral Maximilian von Spee. Die Unterkunftsblöcke wurden nach Einheiten des Ostasiengeschwaders benannt: "Scharnhorst", "Gneisenau", "Nürnberg", "Leipzig" und "Dresden".

Übersichtsplan über die Kaserne mit Bezeichnung der einzelnen Blöcke: